Frühjahrstour 2013 durch Deutschlands Osten

Als Frühjahrs-Kurztrip haben wir uns mal wieder für eine Tour durch den Osten unserer Republik entschieden. Insgesamt hatten wir 10 Tage Zeit.

 07.04.2013 Heimat – Dresden Mockritz

Um 09:30 Uhr verließen wir den heimischen Parkplatz mit dem vollbepackten VW Bus Richtung Dresden. Nach ca. zwei Stunden machten wir einen Halt, um zu frühstücken. Nach ca. 5 Stunden kamen wir am Campingplatz Mockritz an. Hier kann nur von 8-10 Uhr eingecheckt werden. Da wir dies um ca. 5 Stunden verpasst hatten, quartierterten wir uns direkt auf der Wiese ein. Die große Auswahl an freien Plätzen machte es uns nicht leicht, den richtigen für uns zu finden (wahrscheinlich wäre jeder andere genauso gut gewesen,…).  Anschließend machten wir einen kleinen Spaziergang ins Dorf. Der alte Kern macht einen sehr ländlichen Eindruck. Es gibt viele alte Hofanlagen, die teilweise neu hergerichtet sind. Geht man ein Stück am Fluss entlag, vorbei am Naturschwimmbad, kommt man in den neueren Teil des Ortes. Den Abend ließen wir ruhig im Bus ausklingen, da es immernoch sehr kalt war.

08.04.2013 Dresden

Um 9:00 Uhr klingelte der Wecker. Wir brachten uns in einen menschenwürdigen Zustand und gingen zur Rezeption, um einzuchecken. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Linienbus, der direkt vor dem Campingplatz hält, bis zum Hauptbahnhof Dresden. Unser erstes Ziel war die Touristeninfo. Dazu durchquerten wir die Fußgängerzone, mit Stopp im Globetrotter. In der Touriinfo versorgten wir uns mit Flyern, Straßenkarten und Infobroschüren. Direkt an der Info ist die Frauenkirche. Dort begannen wir unsere Altstadttour. Zeit, die Fotoapparate rauszuholen! Am Albertinum vorbei erreichten wir das Ufer der Elbe. Dort liefen wir bis zur Semperoper und dem Zwinger. Es war zwar ziemlich kalt, es ging Wind aber es war trocken und die Sonne schien. Der Zwinger ist zwar sehr schön, mit vielen Steinskulpturen, pompösen Verzierungen an den Gebäuden, Torbögen und Springbrunnen, doch wurde der Anblick durch parkenden Lieferwägen und Bauzäune gestört. Nach einer Pause am Knutschbrunnen überquerten wir die Elbe und suchten „den“ Blick auf die Altstadt. Nach ein paar „Schüssen“ mit dem Fotoapperat auf das Barockensemble machten wir uns auf den Weg zurück vorbei am „größten Mosaik der Welt“, welches die Könige, Fürsten und Adligen der vergangenen Jahrhunderte zeigt. Unsere nächste Pause legten wir am Altmarkt ein. Dort kehrten wir ein in die Kneipe Aha, die Fairtrade und Vollwertkost anbietet und einen kleinen Laden im Keller beherbergt. Auf dem Weg zum Bahnhof schlenderten wir durch die Altmarkt Passage. Dort kauften wir Spüli, Seife und Schwämme, da wir diese unerklärlicher Weise vergessen hatten, in den Bus zu packen. Noch einen Stopp im Reformhaus und wir verließen die Passage, die im Erdgeschoss einiges an Köstlichkeiten zu bieten hat. Nach einem Besuch beim Bäcker beendeten wir unseren 1. Dresdentag gegen 18:00 Uhr mit dem Linienbus Richtung Campingplatz.

 

09.04.2013 Dresden

Heute stand ein weiterer Trip in die Dresdener City an. Nachdem wir gestern 11 Euro für zwei Bus-Tagestickets gezahlt haben, wurden wir heute auf das Familienticket hingewiesen. Wir zahlten 8 Euro und könnten mit dem Ticket bis um 4 Uhr nachts fahren. Und falls wir noch 4 Kinder finden, könnten wir diese sogar mitnehmen ;-). Wir fuhren bis zur Gläsernen Manufaktur von VW. Von dort gingen wir zunächst zur Haltestelle der Parkeisenbahn. Hier konnten wir uns mit einem Plan des großen Garten versorgen und unseren Rundgang planen. Ursprünglich wollten wir mit einem Abstecher in den botanischen Garten beginnen. Allerdings machte uns das leider etwas kühle und graue Wetter einen Strich durch die Rechnung. Ein Blick über den Zaun verriet uns, dass noch nicht allzu viel blühte. Also gingen wir direkt zum Palais. Der barocke Bau mit seiner großzügigen Anlage inklusive Teich und außergewöhnlichen Bäumen war für uns sehr beeindruckend. Doch auf Grund des kalten Windes hielten wir uns dort auch nicht lange auf. Außerdem wartete ja das eigentliche Ziel, der Zoo auf uns. Im Zoo waren leider einige Gehege leer, so dass wir keine Erdmännchen, Pinguine und Zebras sehen konnten. Wir nutzten den ganzen Nachmittag, um die (anwesenden) Tiere zu fotografieren. Am frühen Abend fuhren wir in die Neustadt auf die Görlitzer Straße. Hier gibt es viele kleine individuelle Läden und Kneipen. So entdeckten wird beispielsweise eine Reisekneipe, in der jeden Mittwoch ein Vortrag über einen fernes Land präsentiert wird, sowie Läden mit Bioprodukten, Regionalen Lebensmitteln (hier erwarben wir einen Ziegenknacker), Stoffen und Strickwaren u.v.m. Wir streiften durch die „Hinterhöfe voller Kunst“ mit kleinen Läden und Cafés. Dieser Stadtteil hat ein ganz eigenes besonderes Flair und hat uns sehr gut gefallen. Am Martin-Luther-Platz beendeten wir den Spaziergang durch die Neustadt und es ging mit Straßenbahn und Bus zurück auf den Campingplatz. Dort nutzten wir das erste Mal auf diesem Trip den Omnia-Ofen um uns Brot zu backen und ließen den Abend bei leckerem Essen und ein paar Gläsern Wein ausklingen.

 

10.04.2013 Sächsische Schweiz

Eigentlich wollten wir heute nur einen kleinen Abstecher in die sächsische Schweiz machen und anschließen zum Tropical-Island weiter fahren. Also checkten wir am Campingplatz aus und machten uns nach dem Frühstück auf Richtung Kurort Rathen. Die knapp über 30km zogen sich auf Grund der sehr schmalen und nicht gerade guten Straßen ziemlich in die Länge. In Rathen angekommen stellten wir erstmal fest, dass wir genau auf der falschen Seite der Elbe ankamen, um zur Bastei zu kommen. Nur mit einer Fußgängerfähre konnte man auf die andere Seite übersetzen. Nach einer kleinen Brotzeit beschlossen wir zunächst den örtlichen Stellplatz anzufahren, um zu sehen, ob dieser für die nächste Nacht interessant wäre. Allerdings lag er uns dann doch zu sehr ab vom Schuss (so ohne Fahrrad oder Moped), außerdem erschienen uns 16 Euro für einen Platz ohne Toilette doch recht hoch. Also beschlossen wir auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz an der Fähre zu bleiben. Von dort setzten wir über an das andere Ufer und machten uns auf zur Bastei. Das Wetter wechselte ständig von sonnig über trüb zu Sprühregen. Der Weg führt teils über Treppen, relativ steil nach oben. Unterwegs bieten sich mehrere sehr eindrucksvolle Aussichtpunkte über die Elbe und die umliegende Gegend. Bei der Basteibrücke angekommen waren wir dann sehr beeindruckt und machten viele Bilder vom Bauwerk und den Felsen. Der Abstieg ging dann doch deutlich schneller und wir kamen kurz vor einem starken Regenschauer zurück zum Bus. Nun stellte sich uns die Frage, wo wir die Nacht verbringen. Zunächst steuerten wir wieder Dresden an, diesmal aber den Stellplatz in der Innenstadt in der Nähe des Hygienemuseums. Dieser hat uns dann aber nicht wirklich gefallen und wir fuhren wieder auf den Platz, der uns schon die letzten Nächte als Unterkunft diente.

 

11.04.2013 Dresden – Tropical Island

Heute verließen wir Dresden endgültig. Unser nächstes Ziel ist das Tropical Island, ein (wie wir erwarteten) „Riesenschwimmbad“ in einer tropischen Urlaubswelt. Gegen 13:30 Uhr checkten wir am ansässigen Campingplatz ein. Mit dem hauseigenen Shuttle-Bus fuhren wir zur gigantisch großen Halle, die das Tropical Island beherbergt. Im Bus wurde ein Filmchen über das, was uns jetzt erwartet gezeigt. Normalerweise sind wir ja nicht so für solche Massenanziehungspunkte, aber dieses Konstrukt beeindruckte uns mächtig. Nachdem wir uns in Badeklamotten geschmissen hatten, betraten wir die Scheinwelt, die einen in die Tropen / an die Südsee bringt. Wir brauchten allein 1,5 Stunden um das „Areal“ zu durchqueren und die verschiedenen Angebote wie Sandstrand, Lagune, diverse Essensangebote von Chinesisch bis Barbeque, Shoppingmeile, Balonfahrten durch die Halle und den Indoor Regenwald zu erkunden. Wir genossen den Whirlpool, lagen an der Südsee und tranken einen Wein am Strand. Hier kann man total abschalten, den Alltag vergessen und einfach entspannen. Ein Abendspaziergang durch den Urwald, in dem Tiere wie Schildkröten, Flamingos und verschiedene Vögel leben, beendete den Ausflug gebührend. Mit dem Shuttle-Bus ging es zurück zum Campingplatz. Praktische Tipps: Vor dem Schwimmbad befindet sich ein großer Parkplatz, der kostenfrei ist. Wir entdeckten mehrere Campingmobile, die dort zu übernachten schienen. Wir hatten uns für ein normales Ticket ohne Saunalandschaft entschieden. Im Nachhinein denken wir, würde sich das große Ticket, welches ca. 5 Euro mehr kostet, lohnen. Wir erhielten am Campingplatz ein Übernachtungsticket, mit welchem wir bis zum nächsten Tag ins Tropical Island gehen konnten. Dieses Ticket ist normalerweise nur mit Reservierung möglich. Durch einen technischen Defekt der Kasse hatten wir Glück und erhielten so dieses exklusive Ticket 🙂

12.04.2013 Tropical Island – Berlin

Der Regen trommelte schon in aller Frühe auf unser Busdach und hat uns zeitig geweckt. Wir packten unsere Sachen zusammen und nutzten die Möglichkeit Abwasser abzulassen. Anschließend erkundigten wir uns in der Rezeption, ob der Parkplatz vor dem Tropical Island Geld kostet. Nicht nur das der Parkplatz kostenlos ist, uns wurde sogar der Tipp gegeben, dass wir dort noch eine Nacht länger übernachten könnten. Hätten wir das von Anfang an gewusst… So hatten wir wenigstens die Möglichkeit heute nochmal unsere Tickets zu nutzen. Also nichts wie rein in die künstliche Tropenlandschaft. Diesmal nahmen wir auch den Fotoapparat mit in die Halle. Schwimmen sparten wir uns, aber wir schlenderten nochmal durch die „Sehenswürdigkeiten“ und lagen an der „Südsee“. Am frühen Nachmittag brachen wir auf Richtung Berlin. Kurz vor dem Ziel, dem Stellplatz in Tegel, standen wir nochmal ordentlich im Stau. Als wir den Platz endlich erreichten, ging es gleich mit der U-Bahn in die Stadt. Dort liefen wir erst mal vom Bahnhof Friedrichstr. bis zur Touristeninfo am Brandenburger Tor und versorgten uns dort mit Tipps, Karten und Prospekten. Danach fuhren wir mit der Buslinie 100 bis zum Alexanderplatz. Nach ca. 30 minütiger Wartezeit fuhren wir mit dem Aufzug auf den Fernsehturm. Gerade noch rechtzeitig um aus 200m Höhe den Sonnenuntergang über der Stadt zu sehen. Wieder unten angekommen ging es mit der Bahn zurück nach Tegel.

Tropical Island:

 

Berlin:

 

13.04.2013 Berlin

Da haben wir doch glatt vergessen, uns den Wecker zu stellen und prompt bis nach 10 geschlafen. Erst gegen 14 Uhr fuhren wir wieder mit der Bahn in die Stadt. Vom Bahnhof Friedrichstr. nahmen wir den Bus 100 bis zur Siegessäule. Das Tolle an dieser Buslinie ist, dass man an vielen der Berliner Wahrzeichen vorbeikommt. Angekommen an der Siegessäule umrundeten wir diese, sparten es uns aber hochzusteigen. Anschließend gingen wir ein kleines Stückchen bis zum Charlottenburger Tor. Dort findet jedes Wochenende ein Trödel- und Kunsthandwerksmarkt statt. Leider war das Angebot an für uns wirklich interessanten Dingen eher gering. So ging es weiter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kuhfürstendamm. Dort angekommen schlenderten wir über die Einkaufsmeile bis zum KaDeWe. Dort hielten wir uns lange in der Delikatessenabteilung auf und stöberten in der Buchabteilung. Nach einem Abstecher in den Saturn-Markt ging es mit der U-Bahn ein paar Stationen weiter, wo wir dann bei einem Bio-Supermarkt noch einige Dinge einkauften. Schon am Tag zuvor war uns in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstr. ein großer Buchladen aufgefallen. Dieser wurde die letzte Station unseres Tages. Gegen 21:00 nahmen wir die Bahn zurück Richtung Tegel.

 

14.04.2013 Berlin

Nach einer wirklich kalten Nacht (wir hatten wieder Minusgrade), weckte uns heute Morgen die Sonne, da es im Bus bereits um kurz nach acht unangenehm warm wurde. Sonnenschein und laufende Heizung sind keine gute Mischung. Nach dem Frühstück setzten wir uns etwas in die Sonne vor den Bus und genossen das tolle Wetter. Diese Zeit nutzten wir, um ein Brot zu backen und anschließend noch eine kleine Brotzeit zu uns zu nehmen. Erst nach 12 zogen wir los. Eigentlich wollten wir von Tegel aus mit dem Boot bis in die Stadt fahren. Als wir auf der schön gestalteten Uferpromenade mit den Bootsanlegern ankamen, mussten wir feststellen, dass sonntags wohl keine Boote von Tegel Richtung Stadt fahren. Aber bei dem tollen Wetter war der kleine Umweg nicht wirklich schlimm und wir nahmen, wie schon die letzten Tage, die U-Bahn in die Innenstadt. Am Bootsanleger Friedrichstr. stiegen wir dann auf eines der typischen Spree-Rundfahrt Boote und schipperten ca. eine Stunde zunächst flussabwärts und anschließend flussaufwärts vorbei an den Sehenswürdigkeiten unserer Hauptstadt. Die Perspektive vom Wasser aus lässt einen viele neue Dinge entdecken und das schöne Wetter rundete das Erlebnis ab. Besonders spektakulär ist natürlich die Fahrt durch das Regierungsviertel mit dem Mix aus alter und moderner Architektur. Nachdem wir das Boot wieder verlassen hatten, gingen wir zu Fuß nochmal ein Stück an der Spree entlang, vorbei am Reichstag bis zum Hauptbahnhof. Zwischenzeitlich nahmen wir auf einer der vielen Parkbänke Platz und ließen uns durch die Sonne wärmen. Auf der gegenüberliegenden Spree-Seite ging es dann zurück bis zur Friedrichstr., von wo wir wieder nach Tegel fuhren.

 

15.04.2013 Berlin

Heute stand die Entscheidung an: Zoo oder Tierpark. Nachdem wir uns fachkundlichen Rat von einer Bekannten (die selbst bei einem Zoo arbeitet) geholt hatten, entschieden wir uns für den Tierpark. Dieser trägt seinen Namen zu Recht. Das Gelände ist eine riesige Parkanlage mit Schloss und Wald. Teilweise muss man die Gehege regelrecht suchen. Die Tiere leben hier in einer Mischung aus großen, modernen, schön angelegten Gehege und kleinen Käfigen mit dicken grünen Gitterstäben. Besonders fasziniert hat uns eine Affenmutter, die ein Junges schützend auf ihrem Arm hielt, welches noch die Nabelschnur hatte. Man konnte kaum einen Blick auf das Kleine erhaschen. Nur wenn sie aufgeschreckt wurde und sie die Umgebung nach Feinden prüfte, konnte man die kleinen Ohren entdecken. Über die Tiger und Löwen freuten wir uns, da es möglich war, diese ohne Gitterstäbe zu fotografieren. Das unscheinbar wirkende Krokodilhaus entpuppte sich als ein schön gestalteter Krokodiltümpel in tropischen Klima. Auch das Terrarium ließ von außen nicht erahnen, dass es so viele exotische Echsen, Schlangen und Schildkröten beherbergt. Nach ca. 5 Stunden Spaziergang durch das Gelände hatten wir zwar noch lange nicht alles gesehen, aber die schmerzenden Füße ließen uns den Heimweg antreten. Mit der Bahn ging es zurück nach Tegel.

 

16.04.2013 Berlin – Heimat

Heute standen wir gegen 9 Uhr auf, machten den Bus startklar und brachen gegen 10:30 Richtung Heimat auf. Die Fahrt war recht ruhig und so kamen wir gegen 17:00 Uhr sicher aber müde zu Hause an.