Frühjahrstour durch Frankreich (Rhône-Alpes, Auvergne)

Dieses Jahr hat uns unsere Frühjahrstour in den Süd-Osten Frankreichs gezogen. So konnten wir den Urlaub mit einem Besuch bei Loïc, dem Freund von Steffis Schwester, bzw. seinen Eltern verbinden.

Montag, 17.03.2014, Zuhause – Veauche

Bei herrlichstem Wetter starteten wir zu dritt, inklusive Steffis Schwester Anna-Lena, Richtung Frankreich. Bis Lyon verlief die Fahrt, bis auf einen längeren Stau, relativ angenehm. Um Lyon wurde es dann richtig voll auf der Straße und bei den hohen Temperaturen von teilweise knapp 30°C wirklich sehr anstrengend. Wir entschieden uns die ganze Strecke bis Veauche auf der Autobahn zurückzulegen, trotz der hohen Maut. So zahlten wir für die einfache Strecke knapp 50€.

In Veauche angekommen, kauften wir im dortigen Supermarkt für das Abendessen Grillgut ein. Zurück bei Loïc’s Elternhaus wurden wir herzlich von seinen Eltern empfangen und zu einem Aperitif gebeten. Anschließend ging das Abendessen los. Dies wurde so zelebriert, dass zunächst kleine Snacks zum Aperitif gereicht wurden bevor das Grillfleisch und -gemüse mit Baguette und Pommes verzehrt wurde. Wir waren begeistert von auf den Punkt genau gegrillten Steaks und dem gegrillten Brie (diesen werden wir sicher in die heimische Küche integrieren). Wir erhielten viele Tipps und Karten für unsre Tour in den nächsten Tagen. Mit vollen Bäuchen fielen wir nach diesem wirklich leckeren Essen und sehr netter Bewirtung müde in unsere Betten. Für diese Nacht zogen wir eine Übernachtung im Haus von Loïcs Eltern dem Bus vor.

Dienstag, 18.03.2014, Veauche – Treteau

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir wieder zu dritt Richtung Saint-Victor-sur-Loire.

Dort machten wir eine kleine Wanderung am Ufer der Loire und genossen anschließend die Sonne bei einem schönen Picknick. Die Aussicht vom Badestrand des kleinen Ortes ist äußerst eindrucksvoll.
Anna-Lena wurde zwischenzeitlich von ihrem Freund abgeholt und wir begaben uns zu zweit Richtung Chemin du Courty.

Die Strecke dorthin war wunderschön. Wir nahmen wieder die Autobahn, allerdings waren die Kosten ziemlich überschaubar. Die Aussicht links und rechts der Straße war teilweise wirklich gewaltig. An unserem Ziel (Base de Loisirs ILOA / Chemin du Courty) angekommen, einem Stellplatz-Tipp aus dem Womo-Führer, waren wir etwas enttäuscht. Es handelte sich eher um einen großen Parkplatz an einem Sportplatz und nicht wirklich um einen Wohnmobil-Stellplatz. Nach einem kurzen Spaziergang entlang des wunderschönen Sees fuhren wir weiter nach Treteau. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch viele kleine Orte, die einem die gemütliche und sympathische Lebensweise der Franzosen vermittelten. Die Sträßchen wurden immer enger und schließlich ging es nur noch auf einem besser ausgebauten Feldweg zu unserem Ziel, dem kleinen Örtchen Treteau. Dort gibt es einen offiziellen Stellplatz direkt am Ufer des kleinen Dorf-Sees. Kurz nach unserer Ankunft kam eine nette Frau vorbei, die die Gebühr für den Platz kassierte und uns mitteilte, dass wir nochmal umparken müssen, da man nur auf einer Seite des kleinen Weges stehen darf. Nachdem wir der bitte Folge geleistet hatten, ließen wir den Abend bei Wein und leckerem Essen ausklingen.

Mittwoch, 19.03.2014, Treteau – Saint Pourçain-sur-Sioule

Am nächsten Morgen genossen wir zunächst das tolle Wetter und verbrachten noch einige Zeit am Ufer des Sees und waren erstaunt, wie viele Leute mit Baguettes unter dem Arm an uns vorbei liefen. Hier scheint das Vorurteil zu stimmen. Anschließend fuhren wir Richtung Saint-Pourçain-sur-Sioule. Dort steuerten wir direkt den offiziellen Stellplatz an. Dieser ist kostenlos und liegt direkt am Ufer des Flusses. Zunächst war der Platz noch ziemlich leer, aber in den nächsten Stunden füllte er sich dann doch. Wir waren so ziemlich die einzigen Deutschen auf dem Platz. Das restliche Publikum bestand hauptsächlich aus Franzosen, Engländern und Belgiern. Nach einem Mittagessen im Bus begaben wir uns zu Fuß in die Innenstadt und sahen uns dort die Sehenswürdigkeiten an. Besonders die Kirche mit ihren zwei Türmen hat uns sehr beeindruckt. Anschließend machten wir eine kleine Wanderung am Fluss entlang. Schließlich kauften wir noch ein paar lokale Spezialitäten und begaben uns zurück zum Bus.

Donnerstag, 20.03.2014, Saint Pourçain-sur-Sioule – Veauche

Am nächsten Morgen nutzten wir zunächst die vorbildlichen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten des Stellplatzes und fuhren dann auf direktem Weg zurück nach Veauche. Dort hatten wir uns mit Loïc und Anna-Lena für eine Motorradtour verabredet. Bei herrlichem Wetter starteten wir zur Mittagszeit auf eine ca. 120km lange Tour an der Loire entlang. Wirklich herrlich! Abends wurden wir noch einmal ausgiebig und extrem lecker von Loïcs Eltern bekocht.

Freitag, 21.03.2014, Veauche – Lac de Naussac

Früh morgens brachen wir wieder Richtung Westen auf. Diesmal war unser erstes Ziel der See „Lac du Bouchet“. Dabei handelt es sich um einen See mit vulkanischem Ursprung. Daher auch die auffällig runde Form. Das Wetter spielte leider nicht wirklich mit und als wir auf dem Parkplatz oberhalb des Sees ankamen zeigte das Thermometer nur noch knapp über 0°C an. Zusätzlich herrschte auch noch ein beißender Wind. Der See befindet sich auf einer Höhe von 1205m über dem Meer. Das gute Wetter und die warmen Temperaturen der letzten Tage schienen hier oben noch nicht angekommen zu sein und die direkte Straße vom oberen See-Parkplatz hinab zum See war noch durch große Schneewehen versperrt. Wirklich schade, denn nur ein paar Meter weiter unten hätte es einen schönen windgeschützten Parkplatz gegeben, der auch als Stellplatz hervorragend geeignet gewesen wäre. Wir wanderten hinab zum Ufer und liefen ein kleines Stück am See entlang. Leider war das Wetter nicht wirklich angenehm, so dass wir schon nach kurzer Zeit den Rückweg zum Bus antraten. Im Sommer ist der See mit Sicherheit ein tolles Ziel um ein paar Runden zu schwimmen.

Schließlich fuhren wir weiter Richtung Lac de Naussac. Dort checkten wir auf dem offiziellen Stellplatz ein. Das Bezahlsystem war etwas kompliziert und etwas störrisch. Das versprochene freie W-Lan haben wir leider nicht nutzen können, da nirgends das Passwort zu finden war. Außerdem war der Platz nicht wirklich günstig und bot eigentlich auch nichts was den hohen Preis rechtfertigen würde. Im Sommer mag das anders aussehen, da der Platz direkt am Ufer des Sees liegt und auch schöne Picknickplätze bietet. Wir unternahmen eine kleine Wanderung am Ufer des Sees entlang. Leider hatte hier die Tourismus-Saison noch nicht angefangen und das Café am See hatte noch geschlossen. Wir entschieden uns dann recht bald zum Bus zurückzukehren, da es auch hier ziemlich kalt und feucht war. Als einziges Auto auf dem wirklich großen Stellplatz verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht.

Samstag, 22.03.2014, Lac du Naussac – Veauche

Eigentlich wollten wir nur die kostenpflichtige Autobahn umgehen und entschlossen uns deshalb, diesmal den Weg nach Veauche über Landstraßen zu fahren. Das war eine wirklich gute Entscheidung, da wir so die eindrucksvolle Landschaft auf teilweise extrem engen kleinen Straßen kennenlernten. Unterwegs durchquerten wir einige verschlafene kleine Dörfer und überquerten reißende Flüsse über abenteuerliche Brücken. Der Charme der Ortschaften mit den Backsteinhäuschen und den teilweise imposanten Kirchen war wirklich toll.

Als Zwischenziel steuerten wir Le Puy-en-Velay an. Dieser Ort ist vor allem durch seine Lage am Jakobsweg, die Kirche Saint-Michel d’Aiguilhe sowie durch die Statue Notre-Dame de la France bekannt. Nach einem Besuch im örtlichen Supermarkt, in dem wir uns mit allerhand französischen Spezialitäten eindeckten, steuerten wir den Wohnmobilstellplatz am Fuße des Berges an, auf dem die außergewöhnliche Kirche steht. Bereits von hier unten sieht das Bauwerk äußerst spektakulär aus, wie es oben auf der Spitze des Berges thront. Wir entschieden uns diesen Berg zu besteigen. Über steile Treppen geht es in Schlangenlinien hinauf. Oben angekommen hat man eine unbeschreibliche Aussicht auf den Ort und die Statue auf dem Berg nebenan. Von oben fällt auf, wie eng die Altstadt bebaut ist. Das Wetter spielte hier wieder prima mit und wir hatten ein grandiose Fernsicht. Nach dem Abstieg machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Veauche über die Landstraße. Durch viele kleine Orte schlängelte sich die Straße zu unserm heutigen Ziel. Zwischenzeitlich wurde das Wetter immer schlechter und es begann teileweise heftig zu Regnen. Am frühen Abend erreichten wir wieder das Haus von Loïcs Eltern. Die letzte Nacht unserer Reise verbrachten wir nochmals hier.

Sonntag, 23.03.2014, Veauche – Zuhause

Nachdem wir noch einige französische Leckereien von Loïcs Eltern erhalten hatten, packten wir den Bus und begaben uns auf den Weg nach Hause. Diesmal kamen wir wirklich sehr zügig voran, da auf den Autobahnen in Frankreich kaum Verkehr war. Zwischenzeitlich ließen wir in Frankfurt noch Anna-Lena aussteigen und kamen am frühen Abend an unserem Ziel an.

Fazit:

Wir waren wirklich beeindruckt von dieser Tour. Die tolle Landschaft und die schönen Orte machten die Reise zu einem Erlebnis. Leider sind zu dieser Jahreszeit die meisten Campingplätze noch geschlossen, so dass es ein bisschen schwierig war, Übernachtungsplätze zu finden. Besonders toll war die Gastfreundschaft von Loïcs Familie, die uns drei Nächte eine Unterkunft boten und uns aufwendig bekochten. Außerdem gaben sie sich viel Mühe, uns Tipps für die Reise zu geben. Zu guter Letzt hatten sie auch noch einige Abschiedsgeschenke für uns. Danke schön! Merci beaucoup pour l’hospitalité!

Wir werden bestimmt noch einmal kommen, dann aber etwas später im Jahr!

 

 

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