Irland 2015 – dritte Woche

29.08. Doolin – Cliffs of Moher

Heute war unser Cliffs of Moher – Tag. Um 12 Uhr startete die einstündige Bootstour zu den Cliffs. Die Sonne schien und der Wind hatte nachgelassen. Das Boot schaukelte auf dem Meer gewaltig hin und her und ab und an erwischte uns die Gischt frontal von vorne. Der Wellengang war heftiger als wir das erwartet hatten und nicht jeder Magen überstanddiesen Härtetest so gut wie unsere. An den Cliffs angekommen eröffnete sich uns ein wunderschöner Blick auf die gewaltige Felsenformation. Genüsslich schipperten wir an den Klippen entlang, bis es dann wieder Richtung Pier ging. Wieder auf festem Boden war unser nächstes Ziel unsere Lebensmittelvorräte aufzustocken. Das gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Der nächste Supermarkt war im ca. 10 km entfernten Ennis. Dort gab es aber keine Parkplätze, die groß genug für uns waren. Durch die Stadt kurvend suchten wir eine Haltemöglichkeit für den Bus, fluchten über den bebalkten Parkplatz am Strand und entschieden uns dann so, das ich alleine einkaufen gehen würde, während Micha den Bus hütete,…und dann war der Markt auch noch Mist! Jeder gut sortierte Supermarkt hat doch ungesüßte Sojamilch, oder nicht!? Naja gut. Wir haben ja den Cliffs of Moher Tag – also düsten wir nun dorthin. Am Parkplatz zahlten wir 6 Euro pro Person und schlenderten dann zum großzügig gestalteten Visitor Center, welches fast alle Annehmlichkeiten zu bieten hatten, bis auf eine gescheite Übersichtskarte, über die Wege, die es hier gibt. Immerhin konnten wir uns einen groben Überblick verschaffen, so dass wir unsere geplante Route zum Hags Head in Angriff nahmen. Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass die ersten Kilometer dieser Strecke recht voll waren. Die Sonne war nach zwei Tagen Sturm und Regen endlich mal wieder länger am Himmel als 5 Minuten und das trieb nicht nur uns auf diese wirklich spannende Tour. Es geht hier immer am Rande der Klippen entlang und man kann immer wieder hinab zu den Felsen im Meer und auf die gegenüberliegenden moosbewachsenen Klippen schauen. Es ist spannend zu beobachten, wie weit der einzelne für das perfekte Foto am Abhang geht. Ich glaub, manch einem ist gar nicht bewusst, wie krass die Stelle, die er gewählt hat, tatsächlich ist. Eigentlich gibt es eine Absperrung aus Felsplatten, doch die wird größtenteils ignoriert. Tatsächlich auch von uns, da die Felsmauer einem doch viel von der Sicht (gerade einem kleinen Menschen 🙁 ) nimmt. Am Ende der Klippen am Hags Head angekommen machten wir eine kleine Pause und genossen den weiten Blick auf das gesamte Bild der Cliffs of Moher. Zurück am Visitor Center fragten wir noch, ob wir über Nacht auf dem Parkplatz stehen bleiben dürften. Ein deutliches Jein war die Antwort (…man dürfe es nicht erlauben, aber wenn man es macht, sagt wohl keiner was,…es ständen oft Womos hier). Wir entschieden uns für ein „Na, dann schaun wir halt mal“ und waren etwas verwundert, als wir am Ende des Tages alleine auf dem riesigen Parkplatz standen.


30.08. Cliffs of Moher – Galway

Schon sehr früh füllte sich der große Parkplatz mit Autos und deren Geräusche weckten uns kurz vor halb neun. Wir waren scheinbar doch nicht die einzigen „Übernachter“. Schräg hinter uns stand noch ein Wicked-Camper und ein normaler Kombi in dem drei Männer übernachtet hatten. Nach dem Frühstück schlenderten wir nochmal kurz zum Visitor Center und machten uns anschließend auf zur Aillwee Cave bzw. dem dazugehörigen Bird-Center. Am Eingang empfing uns eine ältere Dame, die sich freute, als sie hörte, dass wir aus Deutschland kommen. Dann werden wir sie ja sicher verstehen. Sie erzählte, dass die Italiener vor uns sie wohl komplett missverstanden hatten ;-). Wir bezahlten bei ihr stolze 20€ und konnten uns dafür einige Raubvögel in ihren Gehegen ansehen. Das Highlight war jedoch die Flugshow, bei der neben Adler und Falke auch eine kleine Schleiereule ihr fliegerisches Können zur Schau stellte. Neben dem Bird Center gibt es auch noch einen kleinen Laden mit lokalen Spezialitäten und einer Käserei, bei dem wir uns ein paar leckere Sachen kauften. Einen Teil davon verspeisten wir anschließend beim Mittagessen, was wir bei herrlicher Aussicht über die Burren-Berge auf dem hochgelegenen Parkplatz des Areals einnahmen. Eigentlich wollten wir noch die Wanderung auf den Berg machen, allerdings verlor sich der Weg nach ein paar Metern und es waren leider keine ausgetretenen Pfade oder Markierungen zu erkennen.

Nun ging es auf die letzte Etappe des Tages nach Galway. Unterwegs hielten wir an einem Supermarkt und füllten unsere Vorräte auf. Auf dem weiteren Weg kamen wir tatsächlich in einen Stau. Sowas sind wir aus den letzten Wochen hier in in Irland gar nicht gewohnt. Durch dicken Verkehr schlängelten wir uns bis an den Hafen der Stadt, an dem es einen Stellplatz mit 24h Limit gibt. Die Parkgebühr dort ist allerdings extrem stolz. Wir zahlten deutlich über 10€ um bis zum nächsten Tag bleiben zu können. Von hier ging es nun zu Fuß in die nahe gelegene Innenstadt. Dort schlenderten wir über einen kleinen Markt und durch die Fußgängerzone. Neben vielen kleinen Pubs und Läden gibt es hier eine Menge Straßenmusiker, die mehr oder weniger gut ihre Kunst darboten. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem Elektromarkt, da wir einen weiteren USB-Stick zur Datensicherung benötigten, allerdings blieb unsere Suche erfolglos. Die Touristeninformation hatte leider auch schon geschlossen.


31.08. Galway – Castle Archdale (am Lough Erne)

Den Tag starteten wir mit einem Bummel durch die Innenstadt von Galway. Auch heute erklangen wieder die Stimmen der Straßenmusiker. Bei der Touristeninfo deckten wir uns noch mit Infomaterial für den Norden ein und kehrten dann zum Bus zurück. Für heute war seit längerem Mal wieder eine längere Fahrstrecke geplant. An einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Lough Ree machten wir Mittagspause, bevor es über Autobahn und gut ausgebauten Straßen nach Nordirland ging. Hier suchten wir als erstes einen Bankautomaten und steuerten dann einen Picknickplatz an, an dem es eine Toilettenentsorgung gab. Diese nutzten wir dann aber doch nicht und entschlossen uns, doch den im Womo-Führer als nahezu perfekt beschriebenen Campingplatz anzusteuern. Beim Bezahlen durften wir zuerst mal einen Zettel unterschreiben, dass wir nach 22 Uhr keinen Lärm mehr machen werden. Danach buchte uns die nette Dame direkt auf die schlechteste Kategorie von Stellplätzen ohne Hinweis auf die anderen Optionen. Auf dem Weg zu unserem Platz fuhren wir an schönen Rasenplätzen vorbei bis unsere Fahrt auf einem Asphaltparkplatz endete. Am Kopfende gibt es Säulen mit Wasser und Strom und dahinter ein bisschen Rasen. Bei einem Spaziergang über den Platz entdeckten wir dann noch die Deluxe-Plätze mit Kiesbelag und Picknickbänken. Na vielen Dank. Die Booteinlassstelle ist von unserem Platz außerdem recht weit entfernt und das Ballspiel-Verbot finde ich ein bisschen traurig. Den Nachmittag verbrachten wir dann draußen auf der „Wiese“ mit Blick auf den kahlen Platz und tranken ein schmackhaftes Bier. Dazu blätterten wir durch die Prospekte, die an der Anmeldung zu dieser Region auslagen.


01.09. Castle Archdale

Beim Aufwachen schien heute herrlich die Sonne. Wir bauten unsere Stühle und den Tisch auf und räumten unser Frühstück ins Freie. Als alles aufgebaut war, schob sich eine dicke Wolke vor die Sonne und es wurde saukalt. Trotzdem hatten wir somit den zweiten Urlaubstag mit Frühstück im Freien! Bei nicht mehr ganz so gutem Wetter luden wir das Motorrad ab und machten uns damit auf den Weg zur Marble Arch Cave. Dabei handelt es sich um eine Höhle südlich von Enniskillen. Schon auf dem Weg dorthin trafen uns einige Regentropfen. Trotzdem erreichten wir einigermaßen trocken unser Ziel. Kurz nach unserer Ankunft ging auch schon die geführte Tour los. Nach dem recht unspektakulären Höhleneingang erwartet einen gleich das erste Highlight, eine kurze Bootstour über einenunterirdischen See. Der Guide erklärte uns in ziemlich undeutlichen und monotonen Englisch (war es wirklich Englisch?!) einige Fakten zur Höhle. Nun ging es auf schmalen Wegen durch die einzelnen Kammern. Neben Tropfsteinen gab es auch einen unterirdischen Fluss zu bestaunen. Leider waren die dazugehörigen Erklärungen des Guides kaum verständlich. Nach etwas mehr als einer Stunde ging es wieder hoch ans Tageslicht. Nach dem Mittagessen in der Cafeteria des Visitor-Centers machten wir uns wieder mit dem Motorrad auf den Rückweg. Als Zwischenziel stand Enneskillen auf dem Programm. Das Wetter hatte es allerdings nicht gut mit uns gemeint und wir kamen in einen ziemlich ordentlichen Regenschauer. Durchnässt steuerten wir einen Parkplatz in der Nähe der Touristeninformation in der Stadt an, um uns mit Infomaterial einzudecken. Auf Grund unserer nassen Klamotten entschieden wir uns dagegen, direkt die Stadt zu besichtigen und fuhren anschließend zurück zum Campingplatz. Unterwegs schauten wir uns noch einen potentiellen Übernachtungsplatz bzw. Bootseinsetzplatz für den nächsten Tag an.
Zurück am Platz wärmten wir uns mit Kaffee und Tee auf, ehe wir wieder die Wanderschuhe schnürten und eine kurze Wanderung von ca. 5km durch den Castle Archdale Park machten. Scheinbar geht hier Ende August die Saison für Touristen zu Ende, da sowohl der Park als auch unser Campingplatz wie ausgestorben wirkten. Selbst die Rezeption am Platz war nicht mehr besetzt. Irgendwie ein komisches Gefühl. Die Wanderung selbst war bis auf das miese Wetter sehr schön. Auf guten Wegen kann man meist am Wasser entlang durch den Park spazieren. Bei Sonnenschein bestimmt toll. Als es ordentlich zu regnen anfing entschieden wir uns unsere Route zu verkürzen und liefen zurück zum Bus.


02.09. Castle Archdale – Belfast

Der Plan war für heute das Loch Erne auf dem Wasserweg zu erkunden. Der See bietet sich super an und hat diverse Slipanlagen, an denen man das Boot zu Wasser lassen kann. Durch die vielen Inseln ist es sicher spannend, dort etwas rum zu schippern. Tatsache war –> es regnete. Es regnete als wir unseren Bus zusammen packten, es regnete als wir den Platz verließen und es regnete, als wir uns das Castle Archdale angeschauten. Die Sonne schien, als wir im Tesco einkauften,…Alternativplan für die Bootstour war eine Stadtbesichtigung von Enniskillen. Doch der Buttermarket konnte uns nicht ganz überzeugen (dazu sind wir wohl zu wenig Künstler) und auch das Enniskillen Castle machte mit den vielen Baugerüsten nicht viel her. Da uns das Wetter doch ein wenig „knödelig“ stimmte, beschlossen wir, anstatt an der Nordwestküste einen Strand aufzusuchen, nach Belfast zu fahren. Bis nach Belfast gestaltete sich die Fahrt angenehm auf Autobahn und breiten Straßen. In Belfast wurde es dann nochmal spannend, da wir wohl direkt im Feierabendverkehr landeten. Wir fuhren durch eine Straße, wo Hauswände mit Kriegsmotiven bemalt sind. Die dortigen Geschäfte standen leer und es sah alles etwas runtergekommen auf. Es war spannend und zugleich etwas bedrückend durch diese Gegend zu fahren, wo der Konflikt noch so präsent erscheint. Wir verließen die Stadt und erreichten im Vorort Dundonald den Campingplatz. Wir checkten im nahe gelegenen Ice Bowl Center ein (stolze 23,50 Pfund für eine Nacht). Die nette Dame am Empfang zeigte uns noch, wo der Bus in die Stadt abfuhr und empfahl uns das Tagesticket. Am Platz freuten wir uns über das zwar kleine aber feine Servicehaus. Dort und leider nur dort gibt es sogar Wlan. Am Abend machten wir uns Pizza und Pudding und durchschauten die Reiseführer, was wir morgen in Belfast alles tun können.


03.09. Belfast

Micha bat mich, unseren heutigen Bericht mit dem grandiosen Frühstück, was wir uns heute gezaubert hatten, zu starten. Noch in Enniskillen hatten wir frische Erdbeeren, Mandeln und Sonnenblumenkerne für das Müsli gekauft. Dazu noch eine Banane und fertig ist der perfekte Start in den Tag. Bestens gestärkt für die Belfast-Besichtigung fuhren wir mit dem Linienbus für 3,40 Pfund pro Person eine halbe Stunde in die City. Von dort aus ging es direkt weiter zum Titanic Quarter. Dieses Gelände gehörte früher zur Werft von Harland & Wolff, wo seinerzeit die Titanic gebaut wurde. Heute beschäftigt sich die Firma mit erneuerbaren Energien. Der Titanic zu Ehren ist hier ein beeindruckendes Museum mit Infos über die Entstehung, die Gestaltung und den Untergang des Riesendampfers entstanden. Wir zahlten 15,50 + 3 Pfund für den (überaus hilfreichen) Audioguide und tauchten ein in das Jahr 1912. Eine nette Frauenstimme führte uns nun durch die aufwendig gestalteten Räume, in denen mit Bildern, Projektionen und Monitoren das Treiben um die Titanic zum Leben erwachte. Wir flogen mit einer Gondel an den Arbeitern vorbei, die das Gerüst zusammenschweißten, wandelten mittels Animation über das fertige Schiff und konnten die Zimmer der verschiedenen Klassen betrachten. Interessant waren auch die Zeitungsausschnitte nach der Katastrophe und wie bis heute der Untergang des „praktisch unsinkbaren“ Schiffes thematisiert wird. Der Abschluss bildete ein Interview mit dem Entdecker des Wracks im Jahre 1985. Nach diesen vielen Informationen brauchten wir erstmal eine Pause. Anschließend liefen wir am River Lagan zurück in die Innenstadt. Wir kamen an der Albert Clock vorbei. Obwohl im Reiseführer steht, dass diese wohl mal begradigt wurde, erschien sie uns etwas schief. Nun ging es auf die Einkaufsstraße. Wir erhaschten einen Blick in den Victoria Square. Das riesige Einkaufszentrum beeindruckt durch seine Glaskuppel. Nächster Stopp war die City Hall. Dieses riesige Rathaus ist im Inneren prunkvoll gestaltet mit einem Eingangsbereich aus weißem Marmor und bunten Glasfenstern in den Gängen. Im Garten betrachteten wir noch das Titanic Memorial, bei dem die Namen der Opfer der Tragödie gelistet sind. Da in mehreren Reiseführern der Pub Crown Liquor Saloon angepriesen wurde, wollten wir dort einen kleine Stopp einlegen. Leider war der Barbereich voll, also gingen wir ein Stockwerk höher in den Dinnerbereich. Der Bereich ist zwar nicht ganz so außergewöhnlich, wie der untere Teil mit den durch kleine Türen und halbhohe Wände getrennten Tischen, aber nicht weniger urig. Hier bestellten wir nun endlich unser erstes Guiness in diesem Urlaub. Tatsächlich merke ich nicht, dass es hier besser schmeckt als zu Hause, was uns vor dem Urlaub öfter prophezeit wurde. Das Essen (ein Burger und ein Cheddar-Pie) waren vorzüglich. Als wir fertig waren mit Essen kam eine ältere Frau zu uns an den Tisch und fragte uns, ob sie uns fotografieren solle, wir sähen so „cute“ aus, wie wir da sitzen. Wir nahmen das Angebot dankend an und freuten uns über ein Bild, dass mal nicht das Standard-Selbstauslöserbild ist. Anschließend umrundeten wir noch einmal die City Hall, um dann festzustellen, dass die Bushaltestelle exakt die gleiche ist, wo wir auch ausgestiegen sind. Wir warteten ca. eine halbe Stunde auf den Bus und landeten gegen 20 Uhr wieder am Campingplatz.


4.09. Belfast

Das erste mal in diesem Urlaub haben wir uns dafür entschieden, an einem Ort drei Nächte zu bleiben. Somit führte unser erster Spaziergang heute zu der Rezeption im Ice Bowl, um eine weitere Nacht auf dem Platz zu buchen. Anschließend nahmen wir wieder den rosa Doppeldeckerbus in die Innenstadt. An den Markthallen stiegen wir aus und schlenderten zwischen den Flohmarktständen und „normalen“ Marktständen hindurch. Eine tolle Atmosphäre. Gekauft haben wir leider nichts, auch wenn manche Käse und Wurststände wirklich verlockend aussahen, aber wir hatten ja auch noch einen langen Tag in der Stadt vor uns. Von den Markthallen wanderten wir zur City Hall, um uns in der benachbarten Touristeninformation Tipps zu den Murals und der Peace Wall geben zu lassen. Der engagierte Mitarbeiter zeichnete uns einige Wege ein, die interessant zu laufen wären. Wir entschieden uns für die südlichere Route ins westliche Belfast über die Divis Street. Schon bald sahen wir die ersten Wandmalereien und die große Mauer, die die Stadtviertel teilt und nur an manchen Stellen durch große Tore passierbar ist. Das Ganze ist sehr verstörend, da man den Eindruck hat, dass der Konflikt doch noch nicht ganz aus den Köpfen verschwunden ist. Ein Denkmal für gefallene IRA Kämpfer mit großflächigen Malereien von Maschinenpistolen und die Murals auf der Sin Fein Parteizentrale machen das Gefühl nicht gerade besser. An einem der Übergangspunkte wechselten wir in das Shankill Viertel. Von einer Sekunde zur anderen hat man hier das Kontrastprogramm. Während man an der wirklich extrem hohen Mauer (inkl. darauf befindlichen hohen Zaun) entlangläuft, kann man an den Häusern des Viertels den Union Jack wehen sehen. Nach diesem Ausflug in die politische Geschichte schlenderten wir zurück in die Innenstadt und nahmen den Bus zum botanischen Garten. Das Bus-System ist für Außenstehende etwas verwirrend, da es nicht ersichtlich ist, nach welcher Logik welcher Bus von der zentralen City Hall abfährt. Wir nahmen auch nicht die Linie, die uns empfohlen wurde, da uns eine andere besser erschien. Nach kurzer Fahrt kamen wir an unserem Ziel an. Zwischenzeitlich kamen wir an der eindrucksvollen Queens University vorbei. So pompös müssten deutsche Unis mal sein. Im botanischen Garten besuchten wir zunächst das Ulster Museum, in dem neben allgemeinen weltgeschichtlichen Themen auch eine Ausstellung zu den Troubles in Nordirland beheimatet ist. Das Museum ist komplett kostenlos und wir sahen uns die Ausstellung zu den nordirischen Konflikten an. Vielen Informationen gab es nur auf Englisch. Nach diesem Exkurs in die Geschichte schlenderten wir durch den Garten und steuerten das Tropen-Haus an. Im warmen Klima bestaunten wir die hohen Bananen und bunten Blumen. Nun war es Zeit für eine kleine Pause und wir tranken einen Kaffee im Museums-Bistro. Ziemlich erschöpft ging es nun mit dem Bus zurück in die Innenstadt, wo wir noch eine kurze Shopping-Tour machten, ehe es wieder zum Campingplatz zurück ging.

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