Deutschlands Nord-Osten 2010

Zunächst hatten wir geplant den Urlaub im Baltikum und Finnland zu verbringen. Aus gesundheitlichen Gründen wurde leider nichts daraus. Wir entschieden uns in Deutschland zu bleiben und etwas den Nordosten der Republik zu erkunden.

Boltenhagen

Von Dorheim aus ging es erst einmal nach Boltenhagen. Das kleine Städtchen liegt direkt an der Ostsee und verfügt über schöne „Klippen“ die eine tolle Kulisse bei Wanderungen versprechen. Wir entschieden uns den örtlichen Stellplatz zu nutzen. Dieser würde in vielen anderen Regionen allerdings schon eher als Campingplatz durchgehen, da er über saubere Sanitäranlagen sowie Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten verfügt. Der Platz liegt nah am Strand und ist auch nachts recht ruhig. Die Tage in Boltenhagen verbrachten wir mit diversen Ausflügen an den Strand und in das Städtchen. In der Nähe wurde in den letzten Jahren außerdem eine Hotelanlage errichtet, die durchaus sehenswert ist und über einen eigenen Jachthafen verfügt.

Rügen

Von Boltenhagen ging es nach Rügen. Auch hier entschieden wir uns für einen Stellplatz (Reisemobilhafen Sellin). Dieser liegt bei Sellin und verfügt ebenfalls über sehr gute Sanitäranlagen.
Am ersten Tag sahen wir uns Sellin an. Ein wirklich schönes Städtchen mit Seebrücke und diversen Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem wanderten wir nach Babe. Die Strecke von Selin nach Babe liegt sehr idyllisch teils im Wald und teils am Strand.

Am zweiten Tage entschieden wir uns für eine kleine Zugfahrt.
Der „rasende Roland“ hält nur ein paar hundert Meter vom Platz entfernt und wir nutzten den nicht wirklich „rasenden“ Zug für einen Tagesausflug nach Putbus.  Dort waren wir einerseits erstaunt über die wirklich sehenswerten Bauwerke andererseits ist viele Verfallen und macht einen lieblosen Eindruck. Sehr schön ist allerdings der Park der Stadt.
Völlig verrückt ist das auf dem Kopf stehende Haus. Man hat einfach ein komplettes Haus inklusive Inneneinrichtung auf dem Kopf gebaut. Durchaus sehenswert.

Waren Müritz

Von Rügen ging es dann nach Waren an der Müritz. Auch hier standen wir auf dem örtlichen Womo-Stellplatz. Dieser erinnert allerdings eher an einen ganz normalen Parkplatz und hat kein WC. Außerdem befinden sich in unmittelbarer Nähe einige Restaurants die auch Nachts für einen hohen Lärmpegel sorgen. Positiv ist allerdings die Lage direkt am Wasser.
Waren selbst ist ein ganz nettes Städtchen mit schönem Jachthafen. Allerdings ist es ziemlich überlaufen. Wir besichtigten das Müritzeum, in dem man einen Einblick in die örtliche Flora und Fauna erhält.

Tip: Stellplatz Ziegenwiese

Der Nächste Stopp war wirklich toll. Mitten im Nirgendwo liegt der Stellplatz Ziegenwiese (Schwarzenhof 7, 17192 Kargow). Traumhaft schön umgeben von Wald und Natur. Der Platz selbst bietet kein WC, aber Wasser und Entsorgungsmöglichkeiten. Wir unternahmen eine ausgedehnte Wanderung in die Umgebung und genossen es Abends am Platz etwas Leckeres zu kochen. TOP!

Berlin

Nach der Natur ging es in die Großstadt. Da der Womo-Stellplatz in Tegel voll war, wählten wir den Stellplatz direkt in der Stadt (Stellplatz Berlin Mitte). Der Platz ist nicht wirklich schön. Umgeben von Plattenbau-ähnlichen Häusern steht man auf Teer und Schotter. Der Platzbetreiber versteht es hervorragen auch in die letzte Ecke noch ein Auto zu quetschen. Besonders hübsch ist das dann nicht mehr. Die Sanitäranlagen sind wohl nur für Notfälle gedacht und laden nicht zur Nutzung ein. Entschädigt hat uns nur die Lage des Platzes. Es sind nur wenige Meter bis zur U-Bahn Station. Von dort aus ist man in wenigen Minuten Am Reichstag und den anderen Berliner Sehenswürdigkeiten. Wir zogen das typische Touri-Programm mit allen Hightlights durch und entschieden uns schon einen Tag früher als geplant nach Hause zu fahren

Potsdam auf dem Heimweg

Wenn man schonmal in Berlin ist muss man auch einen Abstecher nach Potsdam machen und sich Sans Soucis ansehen. Hat uns wirklich gut gefallen.

Fazit:

Auch in Deutschland kann man schön Urlaub machen. Die zwei Wochen waren allerdings viel zu kurz. Im Gegensatz zu unseren Skandinavien-Touren ist es in Deutschland teilweise ziemlich voll. Mehrmals haben wir gerade noch den letzten Platz auf den Stellplätzen bekommen. Insgesamt haben wir knapp über 2000km zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch lag bei knapp über 9 Liter Diesel.